SQUACKETT – YENESIS

-

SQUACKETT – YENESIS

- Advertisment -

Und wieder finden zwei Musiklegenden zusammen, um gemeinsam zu musizieren: Aus (Chris) Squire und (Steve) Hackett wird das Projekt Squackett. Dessen Debütalbum A LIFE WITHIN A DAY klingt – Überraschung! – nach Yes und Genesis.

 

Alles startete vor sechs Jahren in London, als Yes-Bassist Chris Squire gerade an einem Album mit Weihnachtsliedern arbeitete: „Eine eher persönliche Scheibe, mit Liedern, die ich als Kind besonders geliebt habe, toll orchestriert mit Chorgesängen und Klavierbegleitung.“ Bei der Suche nach einem geeigneten Gitarristen für dieses Projekt schlug Schlagzeuger Jeremy Stacey den früheren Genesis-Instrumentalisten Steve Hackett vor. Squire und Hackett kannten sich vage, hatten sich erstmals 1980 in Bra- silien persönlich getroffen, ohne jedoch musikalisch zusammenzufinden. Die Weihnachts-CD war also der perfekte Testballon, um es mal miteinander zu versuchen. Squire: „Ich rief Steve an, fragte, ob er Interesse habe, und er sagte nur: ,Ich kann’s ja mal bei einer Nummer versuchen‘.“

Aus der einen Nummer wurde schließlich ein komplettes Album, aus der Stippvisite in Squires Studio eine längerfristige Freundschaft, die nun im gemeinsamen Projekt Squackett (halb Squire, halb Hackett) mündet. Das erste Album der beiden britischen Musiklegenden trägt den Titel A LIFE WITHIN A DAY und bietet wunderbaren Prog Rock, wie er zurzeit ein echtes Comeback feiert. „Man kann diese Musik durchaus als Mischung aus Yes und Genesis bezeichnen“, gibt Squire zu, „allerdings gibt es auch andere, rockigere Einflüsse.“ Manches könnte tatsächlich auch von Led Zeppelin stammen (›A Life Within A Day‹), anderes klingt nach frühen Camel (›Tall Ships‹) oder King Crimson (›Stormchaser‹). „Außerdem habe ich wohl noch nie so bluesig geklungen wie auf dieser Scheibe“, glaubt der Yes-Bassist zu wissen.

Für ihn sei vor allem das große stimmliche Potenzial seines neuen Partners die größte Überraschung gewesen. Zu Beginn ihrer neuen künstlerischen Liaison habe man zunächst nur an Instrumentalpassagen gearbeitet, ohne konkretes Ziel, ohne eindeutige Ausrichtung. „Dann stellte Steve mir einen angedachten Vokalpart vor, und ich merkte: ,Hey Mann, der Typ kann ja richtig singen‘.“

Ein unschätzbares Gut, wie der durch die ständigen Querelen mit seinem früheren Yes-Kollegen Jon Anderson genervte Squire genau weiß. Mit der Erkenntnis, dass sich Squackett nicht nach einem geeigneten Vokalisten umschauen müssen, konkretisierten sich sofort die Planungen für ein Album. Dass dieses nun angesichts der aktuellen Prog Rock-Renaissance der- maßen zeitgemäß klingt, hätte Squire selbst nicht erwartet. „Wir sind selbst ziemlich überrascht“, lacht der 64-jährige Brite mit Wahldomizil auf Hawaii, „immerhin haben wir fast vier Jahre an A LIFE WITHIN A DAY gearbeitet. Als wir damit anfingen, war noch nicht abzusehen, dass sich diese Musikform nun plötzlich wieder einer dermaßen großen Aktualität erfreut. Ich finde, dass der Titeltrack sogar ein wenig nach Muse klingt. Aber als ich das zu Steve sagte, fragte er nur: ,Aha, und wer bitteschön ist Muse?‘“

Es herrscht eitel Sonnenschein bei Squire und Hackett, die angesichts der durchweg positiven Resonanzen nun plötzlich weitere Pläne schmieden. „Wir werden versuchen, noch in diesem Jahr mit Squackett auf die Bühne zu gehen“, verrät Squire, „geplant sind Konzerte im Oktober oder November, je nachdem, was unser sonstiger Zeitplan zulässt.“

Die Shows müssen unbedingt noch in diesem Jahr stattfinden, denn für 2013 plant Squire ein neues Studioalbum mit Yes. Zwar ohne Dauerrivale Jon Anderson, dafür aber mit einem neuen Hoffnungsträger. Squire: „Wir haben mit John Davison jemanden für Yes entdeckt, der es verdient, auf einem neuen Studioalbum zu singen.“ Die Yes-Fans wird diese Ankündigung sicherlich wieder in zwei Lager spalten.

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Das Neueste

Gamechangers: Guns N‘ Roses mit APPETITE FOR DESTRUCTION

Ob Buddy Holly, der den Kids beibrachte, eine Fender Stratocaster zu begehren, George Harrison als Pionier des amerikanischen Folkrock...

Jackson Browne – DOWNHILL FROM EVERYWHERE

Engagierte Songs – mit karibischen Einschlägen Es werde schwerer und schwerer, neue Lieder zu schreiben, weil einen die eigenen Standards...

Wer verdient am meisten?

Obwohl Tourpläne 2020 durchkreuzt wurden, haben einige Bands Rekordsummen eingefahren. Billboard veröffentlicht die Liste der bestverdienenden Bands des letzten...

Prince: Bisher ungehörter Song ›Hot Summer‹

Am 30. Juli erscheint posthum ein neues Prince-Album mit dem Titel WELCOME 2 AMERICA. Zuständig für diese Veröffentlichung sind...
- Werbung -

The Rolling Stones: Neun neue Songs

Zum 40-jährigen Geburtstag von TATTOO YOU soll es eine Neuauflage des Albums geben. Neben Bonusmaterial auch mit neuen Songs....

Über die Wurzeln des Southern Rock

Um die Wurzeln des Southern Rock zu erkunden, zapfen wir Billy Gibbons’ texanisches Expertenwissen aus erster Hand für ein...

Pflichtlektüre

Meat Loaf – BAT OUT OF HELL SPECIAL EDITION

Fledermaus from Hell: Hackbratens Opus Magnum. Wenn gewiefte Produzenten zu...

Neil Young: Zwei Deutschland-Konzerte im Sommer

Zusammen mit Promise Of The Real wird Neil Young...
- Advertisement -

Das könnte dir auch gefallen
Für dich empfohlen