The Rolling Stones – ROCK AND ROLL CIRCUS

-

The Rolling Stones – ROCK AND ROLL CIRCUS

Rolling Stones Rock And Roll Circus

DVD: Schön bunt und mit illustren Gästen: TV-Special der Stones von 1968

Nachdem die Fab Four zu Weihnachten 1967 ihre unterhaltsam befremdliche „Magical Mystery Tour“ via Fernsehen in britische Wohnzimmer gebracht hatten, wollten auch die ewigen Zweiten ein zeitgeistiges TV-Statement abgeben. Der Vorteil: Das Konzept einer Zirkusshow, bei der neben allerlei Artisten auch einige Bands auftraten, war selbst ohne vorherigen LSD-Konsum deutlich nachvollziehbarer als die arg surreale ›I’m The Walrus‹-Sause. Nachteil: Der ROLLING STONES ROCK AND ROLL CIRCUS, aufgenommen im Dezember 1968, schlummerte 28 Jahre lang in den Archiven und wurde offiziell erst 1996 veröffentlicht. Warum? Angeblich, weil die Rolling Stones mit ihrem Auftritt unzufrieden waren.

Okay, von The Who und ihrem furiosen ›A Quick One While He’s Away‹ wurden sie tatsächlich an die Wand gespielt – nur spielten Townshend und Co damals nahezu jeden an die Wand. Dank diverser Drogenprozesse und aufgrund Brian Jones’ fortwährendem Absturz war man zwar länger nicht mehr auf Tour gewesen und gewiss nicht in Bestform, doch sehens- und hörenswert sind die Stones-Nummern, darunter die Weltpremiere von ›You Can’t Always Get What You Want‹, noch heute. Zu den Stars in der Manege gehörten auch Marianne Faithfull, Taj Mahal und Jethro Tull, die mit Aushilfsgitarrist Tony Iommi antraten. Seinen sagenumwobenen Status erhielt der Zirkus jedoch durch die Ad-hoc-Combo Dirty Mac, bestehend aus John Lennon nebst Yoko Ono, Eric Clapton, Hendrix-Schlagzeuger Mitch Mitchell sowie Keith Richards am Bass.

Die aktuelle Neuauflage erscheint auch in einer „Limited Deluxe Edition“, deren spektakulärste Bonus-Tracks zweifellos Dirty Macs ›Warmup Jam‹ und eine Übungssession mit ›Revolution‹ sind.

8/10

The Rolling Stones
ROCK AND ROLL CIRCUS
UNIVERSAL

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Das Neueste

Skurrile Cover: BREAKFAST IN AMERICA

We der das Wort „Flugscham“, noch transatlantische Discount-Reisen im überbuchten Touri-Bomber waren schon erfunden, als Supertramps sechstes Studioalbum erschien....

CLASSIC ROCK präsentiert: Erik Cohen live

2011 startete Daniel Geiger, Sänger der Hardcore-­Institution Smoke Blow, seine Zweitkarriere als Solokünstler unter der Flagge Erik Cohen. Vier...

Foo Fighters: Zweites Taylor-Hawkins-Tribute-Konzert

Heute Abend findet das zweite Konzert zu Ehren von Taylor Hawkins in Los Angeles statt. Die erste Show der...

In Memoriam: Alan Lancaster (07.02.1949–26.09.2021)

Alan Lancaster war Mitbegründer und langjähriger Bassist von Status Quo, bevor er die Band 1985 nach einem letzten gemeinsamen...

The Rolling Stones: Videos zu ›Have You Seen Your Mother‹

1966 machten die Rolling Stones zwei Promo-Videos, um ihre Single ›Have You Seen Your Mother, Baby, Standing in the...

Whiskey Myers: Aufgewacht

Klangen die bisherigen fünf Studioplatten von Whiskey Myers aus dem kleinen texanischen Ort Palestine eher wenig erfrischend und auch...

Pflichtlektüre

Die wahren 100 besten Alben der 70er (Platz 100-81)

Die 70er waren natürlich das großartigste Jahrzehnt in der...

Bachman & Turner: Alte Leidenschaft

Bachman-Turner Overdrive zählten in den Siebzigern zu den größten...
- Advertisement -

Das könnte dir auch gefallen
Für dich empfohlen