Review: Pink Floyd – Their Mortal Remains

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Review: Pink Floyd – Their Mortal Remains

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pink floyd buchDas opulente Buch zur Pink-Floyd-Ausstellung in London.

Einen hohen Kunstanspruch besaßen Pink Floyd schon immer, zum 50. Jahrestag der Gründung wird die Band endgültig museal: Im Londoner Victoria & Albert-Museum, das auch schon eine Schau über David Bowie zeigte, eröffnete nun eine Ausstellung zu Pink Floyd unter dem Titel „Their Mortal Remains“. Das Buch zur Museumstour liegt jetzt auch in deutscher Sprache vor. Es ist das erste offizielle Druckerzeugnis der Band, was schon ein wenig überrascht, denn das visuelle Element war Pink Floyd von Beginn an sehr wichtig – in diesem Be­­reich waren sie nicht minder Pioniere wie bei der Musik.

Mehr als 300 Seiten hat das Werk, das war zu erwarten, der Minimalismus lag der Gruppe noch nie im Blut. Neben Drummer Nick Mason, aktivster Kurator des Banderbes (Betonung auf: Band) waren auch Roger Waters und David Gilmour an der Zusammenstellung beteiligt. Wie intensiv die Zusammenarbeit der beiden war, ist nicht überliefert, schnell gab es aber Gerüchte über ein mögliches Konzert beim Glastonbury-Festival, Floyd-Fans sind eigentlich immer guter Hoffnung, dass sich die Geschichte der Gruppe doch noch einmal wenden möge. Bis dahin ist „Their Mortal Remains“ ein wunderbares Werk, um sich an die Story der Band und ihre visuellen Wegmarken zu erinnern: die psychedelischen Jahre mit Syd Barrett, das stetig wachsende Monster Pink Floyd, schließlich das zerfranste Ende mit dem bisherigen Schlusspunkt THE ENDLESS RIVER und seinem scheußlichen Cover.

Es gibt viel zu lesen, viel zu schauen – vor allem der Essay von Jon Savage über die ersten Jahre der Band fasziniert, darin ein Zitat von Roger Waters, das das Wesen der Band perfekt zusammenfasst: „Wir spielen das, was uns gefällt, und was wir spielen ist neu.“

8/10

Pink Floyd: Their Mortal Remains
Von Pink Floyd
Edel

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